20.02.12

tagesschnipsel

es gibt so tage....

da passieren dinge, die einen beschäftigen. heute nachmittag erreichte mich die nachricht, dass andre alexander gestorben ist. das ist schon ein kleines bisschen her und ich kannte ihn auch nicht wirklich, war aber mit seinem wirken in leh recht vertraut und fand den aufbau des projektes, die zusammenarbeit mit den betroffenen, sehr überzeugend. ich habe die daraus resultierenden stadtführungen genossen und ihn manchmal auch gesehen. aber nie gewusst, was ich sagen könnte. und gedacht, dass es sich vielleicht wegen irgendwas doch einmal ergeben würde, dass man miteinander spricht. und jetzt geht das nicht mehr. und dann ist der auch nur etwas jünger als ich gewesen. das ist dann doch ein bisschen näher dran. nachlesen kann man ein bisschen auf der webseite vom tibet heritage fund.

dann ging ich spazieren. und dann war da so ein hügel in der ferne mit einem tempel drauf und der wirkte gar nicht so weit weg, aber als ich oben war, war es doch schon recht spät und ich musste eilen wegen der dunkelheit und ich dachte eigentlich, dass mein orientierungssinn nicht ganz so schlecht sei, aber ich hatte mich getäuscht. auf dem hinweg war der hügel immer gut sichtbar gewesen, auf dem rückweg war nichts zu sehen. und es ging so quer durch die felder. und auf einmal war ich auf einer sandpistenstraße, der ich vorher nicht begegnet war. ein mopedfahrer kam des weges und ich deutete in eine richtung und fragte "chandelao" und er schwätzte was auf hindi und ich guckte fragend, ob ich mich hinten draufsetzen solle und er wies mich nicht ab und dann brausten wir durch die sehr dämmerliche feldlandschaft und mein handy klingelte und christiane war dran, die gerade in jaipur gelandet war und als ich ihr sagte, dass ich gerade auf einem moped säße bei einem mir unbekannten mann und in eine mir unbekannte richtung sauste, fiel mir auf, dass es ja doch etwas komisch klingt, aber mir kam es eigentlich ganz normal vor. und dann kamen wir auch in chandelao an, ich stieg ab, seine kumpels lachten sich nen ast ab und ich ärgerte mich über meinen hochmut bzgl. meines orientierungssinnes.

und dann ist ja shivatri. die trommeln, die ich am tag hörte, gehörten nur wieder zu irgendwelchen weiteren hochzeitsgesellschaften. aber die am abend, die waren dann richtig. ich ging zum shiva-tempel und berichte später ausführlich. jedenfalls hockte ich da und die leute veranstalteten etwas, dass nach arg unordentlichem chaos und eher dreckig aussah und es wurde draußen lauthals gesungen und musiziert (es soll noch bis 5:00 weitergehen und ist durch den ganzen ort zu hören) und drinnen mit der glocke geklingelt und getrommelt und auch gesungen und ich dachte: wow, das ist sowas von anders wie das, wie ich aufgewachsen bin, das ist toll!

und jetzt geh ich schlafen ;-)

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