30.07.12

antworten 1

es wird leider so gut wie keine fotos aus delhi geben :-( 
ich brach nämlich heute morgen auf und vergaß die kamera :-(
aber damit es nicht gänzlich bilderlos wird - hier ein eben mit dem laptop gemachtes im coffee-day in der green-park-gegend.
auch radhey traf ich nicht :-(
aber ich übergab die postkarten einem seiner fahrer ;-)
poster und postkarten sind in leh und offensichtlich hübsch geworden und werden jetzt verteilt und aufgehängt ;-)
die anderen antworten weiß ich noch nicht.
bisher hat ansonsten alles bestens geklappt. außer dass sie meinen rucksack wohl in hh in den regen gestellt haben - es war einiges nass darin, geruchlos und ich habe nix entdeckt, was ausgelaufen sein könnte.... und delhi ist feuchtwarm. args. freue mich, morgen nach srinagar zu fliegen. da mach ich aber bestimmt bilder!

28.07.12

die vielen fragen

wird die blogautorin am montag in delhi und/oder dwarka fotos machen? oder nur radhey treffen und ihm postkarten für chandelao übergeben? oder/und siddharth treffen und für weitere kamerakidz-ausstellungen in delhi planen? lobzang und jimi auf die nerven gehen? werden die poster und karten für die ausstellung schon delhi verlassen haben oder kriegt sie schon wieder einen halben nervenzusammenbruch, weil diese ausstellung doch so ganz bald ist? wird noch zeit für ein delhi-eis sein? oder fällt sie sowieso vor müdigkeit um? wird lobzang sie mit paneer bhurji wieder aufpäppeln? wird aus der dusche wasser in akzeptabler temperatur herauströpfeln? wird sie den flieger am dienstag nach srinagar erwischen? besteht interesse an den antworten? dann weiter in den blog gucken!

nur eine wird wohl unbeantwortet bleiben: wieso ist die hh-zeit so schnell vorbeigerannt?

27.07.12

hamburg-reste







jetzt ist es schon wieder soweit. jetzt verlasse ich hamburg. und ich habe doch kaum noch geknipst. hier ein paar überreste von einem sonntag. jetzt fahre ich noch zu mama und sonntag sitze ich schon wieder im flieger.

ich tat mich nicht leicht mit der angewöhnung an das hier-sein. jetzt tu ich mich nicht leicht an den gedanken des weggehens. auch wenn ich mich auf das ganze in indien freue. eigentlich müsste ich mich langsam mal an diese gefühle gewöhnen. ist jedesmal gleich. und kommt mir jedesmal neu vor.

25.07.12

es wird ernster ;-)


der drucker hat bescheid gegeben, dass die plakate und einladungen morgen fertig sind und dann irgendwie nach leh geschafft werden können (wir drucken in delhi) nachdem meine mails mit den dateien im nirwana verschwunden war und ich mich wunderte, warum niemand mit mir darüber mailte. dann hängen leute die poster auf und karten werden verteilt. und dann muss ich noch hingeschafft werden.

ja, ich gestehe: ich bin ein bisschen nervös. auch wenn kein einziges bild von mir hängen wird, aber trotzdem. 


ich habe eine facebook-veranstaltung kreiert: http://www.facebook.com/events/389559057766056/ (sie ist öffentlich, aber ich denke, ich muss nicht befürchten, dass sich jetzt 100.000 auf den weg in den himalaya machen)

ach, eigentlich ist diese ganze ausstellung eine lange geschichte mit der bewerbung um die räume, dem druck der bilder, der auswahl der bilder, der sponsorensuche, der suche nach einem eröffner, der suche nach einem drucker in indien mit vernünftigen preisen, dem design von poster und karten, der gästeliste, der rednerliste (meine eigene steht zum glück so gut wie) - ich glaube, ich muss das mal ausführlicher schreiben.

aber jetzt muss ich mich am hamburger sommerabend erfreuen!

24.07.12

ich habe eine brille

ich habe seit einigen jahren eine lesebrille. in den letzten monaten fand ich, dass die buchstaben in den büchern usw. immer kleiner wurden. da dachte ich mir, dass ich wohl mal wieder zum augenarzt gehen sollte. vielleicht wäre ja auch schon eine gleitsichtbrille angesagt, jedenfalls nervte mich ein wenig dieses ständige brillengesuche und auf und ab usw.
ich ging zum augenarzt und war schwuppdiwupp wieder draußen. ich wollte mich nicht schon wieder auf irgendeinen star testen lassen. da war der arzt muksch und redete nicht mehr mit mir und drückte mir nur abweisend und wortlos meine messergebnisse in die hand. jetzt suche ich einen neuen augenarzt. also nicht jetzt, weil jetzt weiß ich ja erstmal meine ergebnisse, aber wenn dann mal wieder was ist.
dann ging ich in ein brillengeschäft und da war eine ganz liebe nette dame, die sich eine 3/4 std. mit mir beschäftigte. brillen auf und ab und vergleichen usw. und die hat mir auch alles erklärt. und mich gefragt, wie ich so lebe. und während ich da so rumsass mit brillengestellen auf der nase, wurde mir klar, dass wenn ich jetzt in zukunft in irgendwelche spiegel schaue, mir immer ein brillengesicht entgegengucken wird. ich auf fotos immer eine brille aufhaben werde. und dann wusste ich nicht mehr, ob mir das wirklich so recht sei. aber die frage würde mir auch niemand stellen. also ob es so recht sei. ich würde jetzt immer eine brille tragen sollen. sagen meine werte. komisches gefühl.

heute habe ich sie abgeholt. und zuhause aufgesetzt. und ein foto mit dem laptop gemacht. und festgestellt, wie kompliziert das mit der lichtspiegelei und den brillengläsern ist. und sonst? ich weiß nicht. die welt sieht komisch aus durch eine gleitsichtbrille. im moment kann ich mir nicht wirklich vorstellen, mich daran zu gewöhnen. ich glaube, ich mach meine augen mal eine weile zu.

23.07.12

rajasthan-erinnerungen

heute mittag traf ich christiane, die ich 2,5 wochen durch rajasthan begleitete. das war schön und mir war die zeit und die menschen und die erlebnisse und die atmosphäre und die gedanken und alles wieder etwas näher. und dann musste ich eben ein bisschen in den bildern rumwühlen und hab mich auch noch ein bisschen mehr erinnert. und das schön gefunden. so sachen, die ich nicht alleine erlebt habe bzw. alleine mit den inderInnen, sondern mit jemand von hier. weil ich ja gerade über die distanz-gefühle geschrieben habe und dann dachte ich auch noch, dass es schön ist, dass es ein paar menschen gibt, die ein bisschen wissen, wie mein leben dort aussieht. die mich in meinem da-sein miterleben.













22.07.12

fähre fahrn X

die mit den schmetterlingen ist eine meiner liebsten.








21.07.12

distanz-schluchten


ich hatte von der 6. klasse an recht lange eine beste freundin. die traf ich nach langer zeit an weihnachten wieder und schrieb im blog darüber: statt raketen.

da gab das aber noch mehr freundinnen, die dazu gehörten. zu zweien davon hat sie noch sehr viel kontakt. wir verabredeten: wenn ich jetzt wieder hier bin, dann verabreden wir uns alle zusammen! das klappte allerdings nicht. erst ist die eine in schweden, dann die andere. also nehm ich erstmal die eine. zusammen mit der früher besten.

und schon wieder stehe ich einem alt vertrauten und lange nicht gesehenem (15 jahre?) gesicht gegenüber. sie lacht. weil mein leben im moment so anders aussieht als das von den beiden. früher waren wir alle gleicher. träumten wir von ähnlichen zukunften? ich weiß gar nicht mehr, was ich mir erträumte. ob ich mir was erträumte. und jetzt sagt sie, dass sie gewusst habe, dass ich ein bisschen anders sei. weil ich mit 16 auf interrail gegangen war. mit jemand, den niemand kannte. weil ich mit dem rad am dunklen wald entlang fuhr und gar nicht auf die idee kam, dass man angst haben könnte. dabei hatte ich viele ängste. aber andere.

war ich ein bisschen anders? ich merke, wie ich beim erzählen ein bisschen mit einem spannenden leben kokettiere. das gibt große augen auf der anderen seite. die tun mir wohl. aber sie machen mir auch unbehagen. unbehagen vor einer großen distanz. ich will mich den anderen nicht so fern fühlen. und dann krame ich in meinem leben herum nach gemeinsamkeiten. erzähle von den langweiligen laptopstunden. den gewohnheiten im office in leh. und dann reizt mich doch wieder die eine geschichte. oder die andere.

im nachhinein erscheint es mir wie ein pingpong. distanz und annäherung. ein herumgetanze, welches ich nicht richtig zu fassen kriege. und was mir immer wieder passiert gerade. mir fällt eine andere geschichte ein:

ich sitze in zanskar im hostel und arbeite an den kinderfotos herum. die mutter von rikchok und deskit kommt. sie hat mir bananen und kuchen mitgebracht. weil sie es so nett findet, dass ich komme und mit ihren kindern fotografiere. sie setzt sich zum unterhalten:
du bist ganz alleine hier?
ja
du hast auch zuhause keinen mann oder kinder?
nein
und du kommst immer ganz alleine hergereist?
ja
sie schüttelt den kopf. das könnte sie niiiiiieeeee! sie hätte sooooo viele ängste. sie guckt mich an wie ein außerirdisches wesen.
da ist sie wieder, die riesige distanz, die sich mir wie eine tiefe weite schlucht darstellt.
aber ich bin doch nicht wirklich allein, ich kenne doch überall jemanden. und die leute sind alle immer sehr nett.
ja, aber es sind fremde, keine familie.
aber du, du gehst doch immer mit deinen schafen alleine in die berge - hast du da keine angst?
sie guckt mich fragend an.
ich hätte da große angst. so alleine mit so vielen schafen und der verantwortung.
ihre augen werden groß.
wir sind so unterschiedlich aufgewachsen. ich habe keine angst, alleine in einem fremden land zu sein und du hast keine angst, alleine mit den schafen in den bergen zu sein.
sie lächelt mich an.
ich glaube, die tiefe weite schlucht ist ein bisschen kleiner geworden.

20.07.12

an'ne elbe

wenn hh die und den hafen nicht hätte - wäre ich schon längst in die berge gezogen....




19.07.12

kurzer hafencity besuch

als sie noch überall baustelle war und nix neues stand, fand ich sie faszinierend. inzwischen fasziniert mich nur noch, wieso sich jemand das so ausgedacht hat und leute da auch noch wohnen und sein mögen. meine welt ist es nicht. aber ich muss immer mal wieder vorbeigucken.





18.07.12

ich habe die queen gesehen

am wochenende waren diese beiden großen kreuzfahrtschiffe in hh und als ich mit der fähre fuhr, fuhr diese an einem davon vorbei. hab vergessen, an welchem. noch mehr beeindruckt als das schiff hat mich allerdings der menschenauflauf dahinter. als das erste mal ein queen-schiff herkam, waren die straßen gestopft voll, obwohl ich mit meinem rad relativ weit weg vom hafen rumfuhr. dann habe durch zufall bei einem spaziergang am elbhang nochmal so ein schiff anliegen sehen: schon wieder massig leute, die davor standen und guckten.

dass es in dieser welt, wo man doch sowieso alles im fernseher und so sehen kann, es so schiffe gibt, die es schaffen, dass zig leute ihre wohnungen verlassen, um sie sich mal anzugucken, finde ich faszinierend. soweit ich weiß, kann man ja nur von außen gucken. ist ein großes schiff. und die rettungsboote sind wesentlich komfortabler als ich das noch aus alten filmen in erinnerung hatte. aber sonst?






14.07.12

wie in indien

das ist der bus, mit dem ich zum konsulatsservice fuhr, wo ich mich erkundigen wollte, wie das geht mit dem visum-umtragen, weil ich ja jetzt einen neuen reisepass habe, aber ein noch gültiges visum in meinem alten. ich stand an. ich trug mein anliegen vor. ich war noch nicht ganz zuende, da unterbrach mich schon der angestellte:
online-beantragen!
kann ich dann nicht auch gleich ein ganz neues visum beantragen?
nein!
passbilder beifügen! 5x5 cm!
er wedelte mit einem beispielbild herum.
für umtragen das gleiche wie für neuantrag?
online machen!
und das geht nicht jetzt?
nein! online!
und scheuchte mich mit einem finsteren blick hinaus.
*hach* ich fühlte mich ganz heimelig! wie in indien!

13.07.12

chandelao-postkarten


für die kamerakidz in chandelao/rajasthan wollte ich für die produkte alles in indien machen. designen und drucken. die erste designerin war zuerst feuer und flamme - und sagte dann ab. die 2. designerin wollte zu viel geld. mehr designerInnen hab ich gar nicht gefunden und konnte mir auch noch keiner empfehlen. die druckereien ließen mich von einer ohnmacht in die andere mit ihren preisen fallen (hauptsächlich kalender). bevor wir jetzt gar nix haben, habe ich das rückseiten-design von den zanskar-postkarten einfach übernommen (was der nette designer völlig i.o. fand und mir gleich noch die verwendete schrift mailte - ein dickes danke nochmal an ruedi) und angepasst und die postkarten hier drucken lassen. dann kann ich ende juli viele mitnehmen und dorthin schicken, so dass sie sie vor ort verkaufen können. und einige bleiben hier zum hier verkaufen (siehe hier). wegen kalender muss ich noch schwer nachdenken, die kann man ja nicht so einfach hin und hertragen. auch wenn es beschwerlich ist manchmal - ich finde es trotz allem interessant, wie das alles so ist.

11.07.12

tempelbesuch

mir ist heute mal wieder nach rajasthan. davon haben es ja noch lange nicht alle bilder vom feb./märz in meinen blog geschafft.... und so gibt es heute einen tempelbesuch in siyana zu gucken.

ein reicher tempelbesucher denkt, dass ihm durch den tempelbesuch viel gutes wiederfahren ist und spendet jetzt aus lauter dankbarkeit eine tempelvergrößerung. die haben außen schon damit angefangen. innen ist aber wie immer: viel rauch, viel enthusiasmus, viel glöckchen und gesinge und die trommelei ist vom band.