30.04.13

goacha-la trek / tshoka-phedong

es ging nach einem kleinen durchblick eher durch dichte vegetation weiter. da es öfters regnet und der weg dann sehr matschig wird, haben sich mal leute die mühe gemacht und ganz schön viele holzstämme verlegt. es blühten einige der 36 rhododendrenarten und manche hatten schon ihren blüten verloren, die dann auf dem weg herumlagen, was mich an das blumengestreue bei hochzeiten erinnerte. in der ferne blitzten magnolienblüten auf.






aber spätestens bei regenstart war dann doch schon wieder schluss mit aufkeimenden romantischen gefühligkeiten.

phedong fand sanjeev ja eher doof, dass wir da nächtigen wollten, weil es so furchtbar matschig dort wäre. es hatte auch sonst niemand die idee, dort zu bleiben und wir waren die einzigen. selbst der amerikanische konsul aus chennai und seine unglaublich fröhliche lachende frau warfen sich wieder ihre regenponchos über und verschwanden im regen. es gab ein minihüttchen, die der koch in beschlag legte. es war tatsächlich matschig, aber es ging noch und auch den platz für die zelte fand ich ok. es nebelte sich dann total ein und als ich nach dem dinner mein zelt in ca. 10 m entfernung aufsuchen wollte, hätte ich es fast nicht gefunden, so unglaublich dunkel und neblig war es.



wir waren jetzt auf 3.550 m und es wurde langsam kälter und die luft dünner.

29.04.13

goecha-la trek / bakhim-tshoka

nachdem es am abend und in der nacht wieder recht feucht war, schien am morgen die sonne. in bakhim gibt es ein altes forest house, in dem man übernachten kann statt in den mitgenommenen zelten. das schien uns in anbetracht des regens nicht unschlau. das haus hatte etwas gelitten bei dem erdbeben 2011, aber man konnte doch sorglos schlafen.

das hier ist unser pferdemann raju rai. er hatte 4 pferde mitgenommen, die mir nicht übermäßig beladen vorkamen.


das ist der erdbebenriss im haus:

das ist unser porterhelper dawa sherpa - ein ziemlich lustiger charakter. er schleppte täglich einen korb mit dem kochgeschirr sowie dem tisch in einem affenzahn durch die gegend, ich wäre schwuppdiwupp außer puste gewesen. er hat statt dessen oft dabei gesungen.

unser vorgesehener koch kochte nur einmal, dann musste er wegen irgendwelcher hochzeitsvorbereitungen wieder ins tal und wir bekamen einen neuen. die hatten sich im erdgeschoss in einem großen leeren raum eine kochecke eingerichtet.



oben gab es so bretterbetten, wo wir schliefen.

wir wollten nicht so weit laufen und trödelten etwas herum und dann kamen auch schon andere gruppen von oben angesaust.



ca. 1 stunde nachdem wir aufbrachen erreichten wir schon tshoka, eine ansammlung von hütten, wo die meisten nächtigen. wir pausierten ausgiebig mit tee.




wir hatten wegen der höhe eine etwas andere einteilung als die meisten gruppen und ich fand die sehr viel schlauer mit dem zusätzlichen effekt, dass wir des nächtens meistens eher allein waren. aber supervoll war es sowieso nicht. als unser tisch ankam, brachen wir dann auch wieder auf für den rest der tagesetappe.

28.04.13

goecha-la-trek / yuksom-bakhim

so, auf zum trek-blog-marathon ;-)

man kann in sikkim trekken. allerdings darf man einiges nicht. man darf nicht alleine ohne agentur (bzw. irgendwelches begleitpersonal) losziehen. man darf keine einzelne westliche person sein, sondern braucht mindestens eine zweite. man braucht ein permit. ich war ganz entsetzt, als ich das von meiner partneragentur erfuhr. durch die hatte ich aber 1 und 3 einfach beisammen. nur die 2. person fehlte. ich war mir auch nicht mehr so sicher, ob ich dann überhaupt trekken wollte. andererseits gingen mir diese ganzen grünen abhänge auf den keks und ich sehnte mich so nach alpiner umgebung. da kam bei gopal eine mail angeflattert. von alex, der einen trek machen wollte und alleine war. das passte terminlich ziemlich gut und mit der tour (goecha-la-trek in 8 tagen) war ich auch einverstanden. wir mailten kurz miteinander, wodurch ich wusste, dass er männlich ist, brite und in vietnam lebt. mehr nicht. ich dachte, es könnte ja mal ein spaß sein, so gar nicht zu wissen, mit wem man trekkt.

ich hatte glück. alex war ein 33jähriger 2-meter-cricket-fan. chemielehrer und gentleman. zusammen mit unserem moppeligen guide sanjeev gaben wir wohl optisch eine eher komische truppe ab, aber wir haben uns gut vertragen.

da es die tage immer mal regnete und meine regenjacke mir zu billig erschien, erstand ich vor abmarsch noch einen schirm. den trug zuerst sanjeev und im regen dann ich. wir wanderten durch das dorf und dann bergauf und bergauf und tief bergab und wieder ganz viel bergauf. dann waren wir 1.000 höhenmeter höher und ich völlig nassgeschwitzt. andauernd ging es durch vegetation und ich fühlte mich wie am ersten tag in nepal auf dem langthang-trek. besonders als sich der blick lichtete und wir am tagesziel angekommen waren. dort gab es ein kleines kätzchen, entweder wurde das oder ein geschwisterchen immer von irgendwem durch die gegend getragen. es regnete irgendwann, so dass ich sehr froh über meinen schirmerwerb war. aber pünktlich am ziel war schluss damit. die ganzen leute auf den bildern (außer den ersten 3) kenne ich nicht, die sind uns entgegengekommen.










27.04.13

pelling-gompa








in pelling auf einem steilen hügel nebenan, da steht eine alte gompa, da bin ich hingewandert. es war da sehr ruhig, bis die mittagspause beendet war. dann haben die arbeiter eifrig innen wände verputzt und draußen an den tschörten rumgebastelt. mönche habe ich keine gesehen. dafür habe ich eine seltsame geschichte aus pelling zu erzählen.

ich spazierte in ein lokal rein:
ich hätte gerne einen schwarztee
ham wa nich
wieso nicht?
wir haben nur milchtee
aber für schwarztee bräuchtet ihr doch einfach nur die milch wegzulassen?
nee, machen wir nicht

nächstes lokal:
ich hätte gerne einen schwarztee.
die frau zögert. äh. ja.
ich sitze mich hin und warte.
sie serviert mir einen tee. milchtee.

26.04.13

in sikkim rumfahren














ich bin manchmal in sikkim rumgefahren und habe dabei bilder gemacht. ich habe immer in shared taxis gesessen. da muss man sich manchmal vorher telefonisch beim fahrer anmelden, manchmal stellt man sich an die straße und wartet.

in pelling habe ich ewig gewartet und dabei einen gymnasiasten kennengelernt, der mit mir wartete und aber etwas weiter wollte. ein sehr höflicher und interessierter junger mann. er möchte später ingenieur studieren. und dann usa? nein. naja, vielleicht doch, aber das schaffen nur sehr wenige. er verschafft uns ein auto bis zu einem mittelort, von wo wir in jeweils andere umsteigen.

von geyzing nach yuksom fährt nur 1 auto in 3 stunden los und ich kriege den letzten platz ganz hinten. es kommen aber noch mehr und die leute fangen an, übereinander zu sitzen. gepäck kommt nicht nur aufs dach, sondern auch in die zwischenräume zwischen den menschen. welche hängen hinten dran. ich finde es stressig. und finde es so bewundernswert, wie unegoistisch sich alle verhalten. bereitwillig ihren bereits eingenommenen besseren platz aufgeben für jemanden, der es nötiger hat weil älter, gebrechlicher, jünger o.ä. niemand beharrt auf irgendwas, was er/sie sich bereits ergattert hat, sondern schaut, dass es anderen gut geht. da habe ich hochachtung vor. weil es so selbstverständlich geschieht.

zwischendurch hielt man manchmal für tee, essen oder so. wir fuhren an lauter sehenswürdigkeiten vorbei. das ist der einzige nachteil an sammeltaxen. weil die auf einigen strecken auch nicht so sehr oft fahren.