26.06.13

armut und so






wir waren da mal letztens in einem straßendhaba. da war ein kleiner junge und ich fragte, ob er nicht zur schule müsse. nein, er sei ein nepali.

am abend sprach ich mit tundup.
tundup, manchmal finde ich es sehr schwierig, indien zu verstehen. also die region. dass die kinder so weit zum arbeiten schicken.
du weißt nicht, wie schlimm armut sein kann. dann ist das kind lieber hier und hat gut zu essen.
nein, ich weiß es nicht wirklich. kann es so schlimm sein, dass das es lieber von den eltern weg ist?
ich versuche, es mir vorzustellen. versuche an erzählungen aus der zeit nach dem 2. wk zu denken.
aber muss es wirklich soooo weit weg? nepal! ladakh! das ist doch so weit! warum stellt der mann es hier ein? warum nimmt er kein kind von näher dran?
es ist hier, wie es ist.
aber muss es so sein?
und was mache ich? 

anmerkung 1: die bilder wirken schlimmer als ich es empfand, das kind hat öfters gelächelt und wurde bestimmt gut behandelt.
anmerkung 2: schöne grüße aus zanskar!

20.06.13

aufbruch nach zanskar

morgen mach ich mich auf den weg. zuerst per trek von kanji nach rangdum und dann per straße zu den kamerakidz. es gab letztens noch einen artikel auf einer netten fotowebseite über uns: http://www.fotopaed.de/fotoprojekte/kamerakidz-indische-kinder-zeigen-ihre-lebenswelt/
den muss ich hinbringen. und was die deutschen kinder denen geschrieben, gemalt, fotografiert haben. und dann kriegen sie eher aufgaben für den sommer und ich werde im september für eine längere zeit dann dort sein. in 2 wochen bin ich wieder in leh - bis dahin unregelmäßig im internet.
ich arbeite auch gerade noch an dem ersten kamerakidz-buch über chandelao. bringt voll spaß! habe ich da wohl noch etwas ruhe für. vielleicht.

leider trekke ich ohne nurbu, der eine riesige nase von seiner op hat. ist aber alles gutgegangen. ich wollte zuerst nur mit eselsmann, aber das ist nach den vielen regenfällen und so früh im jahr nicht ganz so vernünftig wegen der flussquerungen und so nehme ich noch jemanden mit. jetzt ist zum glück erstmal sonne angesagt ;-)

19.06.13

nubra / kyema

eigentlich wollte ich in tangyar übernachten, aber purbu war sich mit der benzinmenge nicht so sicher und war für kyema. außerdem hatte er schon nette leute aufgetrieben. es gibt dort einen offiziellen homestay, aber der war zu. wir schliefen bei einem ex-armee-menschen, der bis zu seinem lebensende 7.000 rs. rente monatlich bekommt. außerdem hatte er eine alte munitionsbox, wo seine frau die gewürze aufbewahrte.

wir bekamen einen tee in der guten stube und dann war zeit für einen kleinen dorfrundgang. im ganzen dorf von ca. 20 familien hat nur eine ein auto. aber diverse männer scheinen woanders beschäftigungen zu haben - jedenfalls waren auch hauptsächlich frauen zu sehen.










abends gab es im radio eine quizz-show. einer wurde nach der höhe vom khardong-la gefragt und gab als antwort die höhe vom mt. everest an.


zum frühstück hatten wir kholak, was ich ja wirklich gerne esse. und dann besichtigten wir noch den klosterraum hinter dem haus und verabschiedeten uns bald. es war ein ausgesprochen netter aufenthalt.










17.06.13

nubra / ensa

bei panamik auf der gegenüberliegenden flussseite, da liegt die einsiedelei ensa. früher musste man von panamik aus hin- und zurücklaufen, was 3 std. gedauert hat. jetzt gibt es eine straße bis fast ganz nach oben, muss man nur noch ein kleines bisschen klattern. und man muss jemanden mit einem schlüssel aus panamik mitnehmen, sonst kann man nicht in die räume gucken. ich fand die blicke runter und herum eigentlich schöner als die räume, aber so insgesamt lohnt sich ein ausflug schon. ist ein bisschen anders als die anderen klöster und so von der umgebung und atmosphäre her. schöner.










16.06.13

nubra / khardong-la

die nächste tour, die ich mit nurbu unternahm ging in das nubra-tal. das wetter war inzwischen wieder schön sonnig. wir fuhren mit elendig vielen anderen autos den khardong-la, mit 5.360 m den höchsten befahrbaren pass ladakhs, hinauf. in den anderen autos saßen fast nur inderInnen. diese traten die tour für mein empfinden meistens zu früh an, japsten nach luft, führten sauerstoffflaschen bei sich und der eine hatte sie auch umgeschnallt. wir sind doch nicht auf'm everest.

auf dem khardong-la gab es einiges zu tun und zu gucken. man konnte im schnee spielen und sitzen, im tempel die götter begrüßen und in der cafeteria eine tee trinken. inderInnen-gucken reichte eigentlich aber auch schon.










15.06.13

skindiyang-dhomkar-trek /tag 3

das wetter war jetzt eher grau - nicht das beste für werbefotos, aber trotzdem schön zu gehen. kurz nach aufbruch entdeckten wir, dass smolchang nicht nur öfters hirtenlager ist, sondern auch interessante felsen zum bouldern bietet. dann hatten wir auch bald den letzten pass erreicht, erfreuten uns an der höhe und zogen dann ins tal hinunter. da gibt es einen teil, wo ich die schwierigkeit vielleicht auf 2 hochstufen würde, sonst alles 1, also einfacher trek. am ende veranschiedeten wir uns vom eselsmann tashi und hoffen, ihm ein paar weitere leute für den trek zu bringen. auch wenn die bilder nicht ganz so spontan reizvoll wirken - ich war durchaus sehr erfreut, dort zu sein, hätte überhaupt nichts dagegen, dort wieder zu gehen und werde ihn sicherlich auch manchen anfragen vorschlagen.