31.07.13

nonnen












hab nicht so viele bilder ohne ladakh.... 

diese nonnen in ladakh - die mag ich schon sehr gerne. als ich 1995 mal in einem nonnenkloster bei rizong war, waren da nur 5 alte damen und ich befürchtete, dass mit denen die nonnen in ladakh wohl bald aussterben würden. dass viele gar nicht in klöstern sondern bei ihren familien lebten und viel schufteten, wusste ich nicht. aber seitdem ani palmo sich der nonnensituation angenommen hat (1996) hat sich wahnsinnig viel getan und es gibt blühende eifrige junge gesichter und alte, die ihre letzten jahre doch noch gemeinsam in neuen klöstern verbringen.

auf der frauenreise, die ich leitete, hatten wir sehr viele nonnenbegegnungen und auch buddhistisch fundierte belehrungen (von einer nonne) erhalten. das war sehr klasse und hat auf beiden seiten für viel gefühl und so gesorgt. und ich habe mich gefreut.

30.07.13

großenbrode

wie gesagt - ladakh muss mal visuell pausieren ;-) 

gestern waren meine familie und ich in großenbrode. da hatten wir, als ich ein kind war, eine ferienwohnung. jetzt hatten meine eltern goldene hochzeit und mein bruder war da und wir haben es als erinnerungsausflug genutzt.

ich erinnerte mich allerdings nicht mehr so wirklich viel. insbesondere nicht, ob ich es damals mochte. weil ich jetzt sehr wenig damit anfangen konnte. platt, plätscherwasser, ordnung außer die olle meeresvegetation. aber die eltern meinten, wir kinder hätten immer alle eifrig im auto gesessen, egal wo es hinging. hauptsache woanders hin. unterwegs sein. vielleicht hatte ich gestern aber auch noch den umgekehrten kulturschock. nach dem lauten, riechenden, schwitzigheißen indien, das sich in alle sinne eingräbt - da kann so ein großenbrode nur fad sein.











nur das fotografieren, das hab ich mal richtig prima gefunden. was anderes für die augen.

28.07.13

hochzeit in zanskar V

so laaaangsam ging die abholung ihrem ende zu. die braut fing an zu heulen. das ging allerdings sehr lange.




die geschenkeübergabe war jetzt mindestens schon die dritte stunde in gange. und unermüdlich wechselten die gaben ihren platz, der ausrufer rief, die jubler jubelten und das publikum schaute interessiert zu.

die braut musste jetzt das bettlaken über ihrem kopf jedem gast über den kopf werfen und dann heulten sie gemeinsam darunter.


währenddessen wurden die gaben von ihrem bruder und den mönchen gesegnet. der bruder kreiste mit einem spieß über den gaben, wo eine fette fleischkeule dran hing, nur unterbrochen von seiner heulenden schwester. er wurde dann auch furchtbar traurig.


alle wurden immer trauriger außer die abholdelegation, die die braut zum auto lockte.


sie riss sich aber immer wieder davon und fiel irgendwem wieder heulend um den hals.

dann war es fast vollbraucht und die ganze hochzeitsgesellschaft ging richtung auto, wo es noch einen zeremonienzwischenstopp gab mit lauter feinen speisen, die wieder gesegnet wurden, die braut weinte weiter, fiel weiteren menschen um den hals.





dann war tatsächlich das auto erreicht, die braut irgendwann drin, aber das nächste hindernis tat sich auf: ihre freundinnen hinderten es am abfahren.

und ich ging heim.

26.07.13

hochzeit in zanskar IV
















irgendwann musste sich die abholdelegation aufraffen und singen und tanzen. der erste war ein großer könner und die anderen versuchten, ihm nicht nachzustehen. dabei wurden sie immer wieder von chang-nachschenkungen unterbrochen. ich glaube, ich weiß jetzt, warum die tänze so elendig langsam sind - bei schneller wären sie wohl hoffnungslos zusammengebrochen. ich bin mir nicht sicher, ob ich voller bewunderung sein soll, wie sie trotz diesem ganzen alkohol noch so viel zuwege brachten oder voller mitleid, weil sie doch ziemlich in den seilen hingen oder sowieso eher "entsetzt" ob dieser ganzen traditionellen sauferei. also entsetzt ist irgendwie das falsche wort, aber irgendwas ähnliches. ich hatte immer angst, dass einer gleich ganz zusammenklappt. aber sie scheinen das ganz gut gewöhnt zu sein.