28.04.14

es darf bei oldies und schlagern abgerockt werden




das versprach der flyer, der uns ostersonntagabend in ein bayerische kreisstadt lockte. groß waren die augen angesichts der foxtrottenden paare zu dem geschmetterten chacha der 2-mann-band. sie drehten sich, wiegten, hüpften, schunkelten auf der tanzfläche. bayrische rhythmen unterbrachen die schlager. großer busen wogte an großem bauch. enthusiastisches gelächel strahlte über des tanzkönigs stolzgeschwellter brust als er seine tochter eifrig drehte. die gläser und flaschen klirrten zu zahllosen prosits. mit abrocken hatte das eher weniger zu tun. der tanzenthusiasmus kam zwar nicht an die sonntagmorgendliche hamburger fischauktionshalle an, aber war beachtlich. wenn auch nach jeweils 4 liedern ausgebremst durch eine bandpause. sie setzten deutlich auf eine lange nacht ohne ihr energie gleich am anfang zu verpulvern. ich dagegen schwächelte. trotz meiner großen augen ob dieser szenerie, die mir so fremd vorkam wie das nur halbverständliche bayrisch in meinen ohren. gegen etwaiges aufkommendes heimweh wurden mir am stehtisch einige schiffchen gebastelt. und so segelte ich ins bett. ohne einen einzigen abrocker gesehen zu haben.

24.04.14

handy, eisessen, rauchen und bahnchaos






innerhalb von ca. 1-2 std. in münchen. hab ich zuerst ein bisschen rumfotografiert und wollte dann zu einer verabredung, was sich als nicht so einfach herausstellte trotz herausgesuchten fahrplans. auf dem bahnsteig gab es nämlich nur eine schrammelige unverständliche ansage und keine bahn. weder von links noch von rechts. und die anzeige taugte nix. eine englischsprachige war noch hilfloser als ich. und da die anderen leute auch nur verwirrt hin und her wuselten waren die ebenfalls keine hilfe. am oberen ende der rolltreppen postierte uniformierte halfen dann aus - sichtlich genervt immer die gleichen antworten zu geben, die wahrscheinlich der durchsage sehr ähnelten, aber besser verständlich waren. es fuhr keine s-bahn. ich musste mit u-bahn umwege fahren. die war gestopft voll, der zugführer fand das wohl komisch, dass mal was passierte und unterhielt die passagiere in einer tour über das zugmikro. dass wir schön rücksicht aufeinander nehmen sollten und nicht so egoistisch sein. immerhin säßen wir ja im selben zug. statt boot. haha. naja, eher stehen als sitzen. haha.

an der haltestelle, wo ich in die tram umsteigen wollte war es dann weiterhin verwirrend. der übliche ausgang mit den wegweisern war gesperrt und ich brauchte einiges, bis ich mich orientierte als ich endlich oben war. eine tram war auch nicht zu sehen. dafür irgendwann wieder eine ansage. diesmal nicht so schrammelig. es hat einen unfall gegeben und die trams verspäten sich. der menschenwartehaufen war inzwischen ziemlich angeschwollen. und irgendwann gelangte ich dann doch bei meiner verabredung an.

der münchner nahverkehr ist aufregender als der in delhi. und in indien haben die leute ihr handy eher am ohr als vor der nase.

21.04.14

rumkommen in goa










eigentlich ist das unterwegs-sein in goa gar nicht mal so übel. man sieht so einiges insbesondere je weiter man sich vom strand entfernt. wobei ich damit nicht wirklich "sehenswürdigkeiten" meine, sondern eher so visuelle alltagsfreuden. ich musste schon immer etwas mehr schauen, um sie wahrzunehmen, aber wenn, dann habe ich mich gefreut. trotzdem muss ich gestehen, dass ich mich nicht allzuoft aufraffen konnte. goa hat mich etwas gelähmt. als ich die bilder am nachbearbeiten war, habe ich es teilweise bereut. aber es war so, wie es war.

19.04.14

mitgenommene bilder...









... beim rumschlendern in verschiedenen orten in goa.

18.04.14

geisterhaus





es gibt ganz schön schöne häuser in goa. und es gibt geisterhäuser in goa. die sind auch schön, aber verlassen. in einem sind wir drin gewesen. da hat wohl mal einer drin gewohnt. aber ist schon her. viel staub und dreck. aber sonst ganz leer. nicht mal ne schlange oder ratte oder so. es wäre ein superschönes haus gewesen, wenn man es wieder herrichten täte. aber tut niemand, weil sie angst vor den geistern haben. wer weiß, was dann passiert. sie haben uns bestimmt auch warnen wollen, weil, als wir oben waren, das eine brett auf einmal nachgab und prashant fast wieder im erdgeschoss gelandet wäre. wahrscheinlich nicht mehr so intakt. aber hat gerade nochmal glück gehabt und sich auf das andere bein retten können. huuuuuh.....

17.04.14

landschaftliche empfindlichkeiten



goa hat ziemlich viel grüne vegetation. eigentlich wollte ich das auch fotografisch festhalten. bei den meisten anvisierten motiven hat mir schon der blick durch die linse gereicht, die kamera wieder abzusetzen. anderes ist dann bei der durchsicht hinterher weggefallen. bestanden haben nur diese 3 bilder, die ich ok finde. bisschen magere ausbeute, könnte ich wohl noch was üben. leere landschaften sind einfacher....

aber ich stellte auch fest, dass ich mich im grünen dichten nicht wirklich wohlfühle. mir fehlt die weite und ich fühle mich eingeengt statt geborgen. ans meer gehen war auch keine lösung. da ereilte mich die langeweile und die salzige drömeligkeit. manchmal würde ich gerne meine landschaftlichen empfindlichkeiten ablegen.

16.04.14

*kicher*




wer weiß, wie verächtlich ich über sonnenuntergangsfotos rede, muss bestimmt kichern, wenn er/sie diese sieht. ja, ich habe es getan. und gedacht: kann ich bestimmt irgendwo auf meinen webseiten und vorträgen unterbringen. und kam mir sooo doof vor, als ich die kamera zur sonne hin richtete. und dann musste ich über mich lachen. ich finde sonnenuntergangsfotos immer noch haarsträubend, während sie mir früher, also ganz früher das nonplusultra der fotografie schienen. aber sie sagen nix. außer dass es schön rot wird, wenn die sonne über dem meer versinkt. wie banal.

14.04.14

abendmeerspaziergang

könnte man mal machen. oder auch nicht. bei einem, wo es schon dunkel war und ich keine kamera mit hatte, schlängelte sich auf einmal eine fette schlange am strand herum. ist das normal? danach habe ich mich gefürchtet, aus versehen auf eine zu treten.




13.04.14

goa-hochzeit 3






danach gab es gratulationen in einem speziellen rot beleuchteten seitenkasten, die gäste tanzten eifrig und ausgelassen weiter, man konnte gratulationen auf karten hinterlassen, die aufgehängt wurden und am ende gab es ein dickes leckeres buffet und das brautpaar fütterte sich gegenseitig. und nachdem jeder sein futter intus hatte, brach man auch ganz flott auf und die feierei war vorbei. sie haben nicht viele bzw. eher keine lustige spielchen gemacht, nur der brautstrauß wurde auf die unverheirateten damen geworfen, aber ich habe fotografisch kein glückliches händchen gehabt.

12.04.14

goa-hochzeit 2












abends war die große feier in einer speziellen hochzeitslocation ein bisschen weiter weg. als wir eintrafen, gab es gerade den hochzeitsmarsch. dabei spazieren alle gäste im kreis um die tanzfläche. dann tanzt das brautpaar alleine und danach kommen diese - wie nennt man sie - brautjungfern und jungs? - dazu und es wird weitergetanzt. der disconebel wabert, das discolicht wechselt durch alle farben durch und dann dürfen alle ran und es ist ein großes geschiebe und gehoppel im zumeist aufgeführten foxtrotttakt.