06.05.15

blogpause? blogende?








in meinem leben gibt es immer so perioden. in denen etwas passend erscheint, was ich dann eifrig betreibe. manches hält lange, manches kürzer, manches wird von etwas ähnlichem abgewechselt.

2000 hatte ich mich voll selbständig gemacht. ich setzte damals schon schwerpunktmäßig auf das internet und war auf der suche, wie ich ladakh und mich bekantter machen und somit leute dorthin locken könnte. fotografiert hatte ich "schon immer", aber eher so "ganz normal" urlaubsmäßig. ich fand jedenfalls, dass meine bilder aus ladakh so überzeugend sein würden, dass wenn andere leute sie sehen, sofort den wunsch versprüren würden, dorthin zu reisen. naja, so ähnlich jedenfalls.

jemand erzählte mir von der fotocommunity - einer platform im internet, wo man bilder hochladen und kommentare bekommen und geben konnte. ich dachte: super! ich lad bilder aus ladakh hoch und finde viele potentielle kundschaft. ich startete mit einem bild. es lief gänzlich anders an. die leute fanden das bild hübsch, aber die qualität lausig. und kritisierten mich statt nach einer ladakhreise zu fragen. bzw. sie halfen mir auch sehr. ich lernte, wie man gescannte dias bearbeitet, dass sie im internet hübsch aussehen.

danach widmete ich mich eifrig der kommentiererei. je mehr man von sich gab, desto mehr bekam man. und aufmerksamkeit ist ja immer schick - egal ob die leute nach ladakh wollten. und mit der zeit dachte ich mehr über die fotos nach. was ich gut finde. warum ich es gut finde. was ein bild transportiert an inhalten. wie etwas aufgenommen werden kann. was aufgenommen wird. mir wurde meine eigene klischeehafte urlaubsfotografie peinlich und ich klemmte mich richtig leidenschaftlich dahinter. und entdeckte, dass ich gucken konnte. dass ich mit meinen bildern etwas erzählen konnte. und auch erzählen wollte. dass es mir leichter fiel als mit worten. meine eigene reiserei und umgebungsbeobachtung änderte sich immens. ich dachte ständig über visuelle umsetzungen nach.

die fotocommunity war erfolgreich, wurde groß, größer - und doof. ich meldete mich ab und mit falschnamen an. ich hatte lustige freundInnen gefunden, mit denen ich gerne quatsch machte und über fotografie diskutierte. viele kenne ich heute noch. 2008 war es mir dort aber offensichtlich nicht mehr passend, ich meldete mich ab. ein teil meines alten accounts gibt es noch: http://www.fotocommunity.de/fotografin/lotte-kroeger/540401. ein teil meines fakenamens überlebte. auch dass ich weiterhin fotos mit anderen im internet teilen wollte. ein blog schien mir eine gute idee zu sein. ich verband auch mehr worte mit bildern. gedacht wer es als eine art notizbuch und weitere austauschform mit meinen fotofreundInnen.

als ich 2010 nach indien ging, wurde er eine bequeme form, die daheimgebliebenen regelmäßig über mein neues leben zu informieren. es blieb ein kleiner privater kommunikationsguckkreis. als ich 2010 über die flutkatastrophe in ladakh im blog berichtete, kam er irgendwie an die öffentlichkeit. hier hatte ich nun wieder die reisenden, die ich ganz am anfang in der fotocommunity erreichen wollte. es tat mir gut, inhalte für fremde aufzubereiten. ich erzähle gern. inzwischen nicht nur mit bildern.

fotografie hat weiterhin eine bedeutung für mich - ist aber nicht mehr so lebensfüllend wie damals. worte sind dazugekommen und es hat mich gefreut, bei manchen erlebnissen darüber nachzudenken, wie ich sie erzähle.

seit einiger zeit ist es nicht mehr so wirklich so. bzw. die blogform passt mir nicht mehr richtig. es gibt viel, was ich nicht erzählen mag, was mich aber beschäftigt. vieles, wovon der blog so lebte, beschäftigt mich nicht mehr so. also das neue an kulturellem erleben und sehen. ich bin vielleicht auch ein bisschen müde.

da ich noch keine alternative habe, mag ich noch nicht wirklich von einem ende sprechen. ich lass den blog in seiner ganzheit auf jeden fall im internet - ich stöber da selber gerne manchmal drin rum. ende 2008 bis heute - da hat sich gut was angesammelt ;-) für meine reisenden, die immer so gerne neues erfahren, werde ich wahrscheinlich den yangla-newsletter verbessern, intensivieren usw. facebook? ich weiß nicht, so wirklich warm werde ich damit nicht. ich bedanke mich für die nette zeit, fürs gucken, kommentieren, hinter-den-kulissen-kommunizieren - ohne guckende hätte ich wahrscheinlich nie so lange gemacht. 

danke!

ps. die bilder oben sind aus 1993-96 - optimum bearbeitet wohl eher nicht....

04.05.15

buddha purnima/vesakh

heute ist buddha purnima, vielerorts auch vesakh genannt. großer buddhistischer feiertag. ich hab das mal in ladakh miterlebt und einmal in zanskar. und zur feier des tages gibt es nicht meine bilder zu gucken (die bestimmt irgendwo bereits auf dem blog sind) sondern die der kamerakidz - 2012 in zanskar.

neben dass ich selber dort sehr eifrig fotografierte und völlig erschöpft war von der prozession, weil die so schnellen schrittes eilten und ich den kindern schön erzählte, was man so als fotojournalistische tätigkeit so tun müsste, erinnere ich mich immer noch so sehr daran, dass ich ob der vielen fein und traditionell gekleideten leute den kindern die aufgabe gab, je 5 portraits von diesen leuten zu machen. in meinen augen leuchteten schon rupien- und eurozeichen (für die kinder!) weil ich dachte, dass es doch ganz bestimmt wunderbar verkaufbare bildnisse werden würden. aber sie haben boykottiert. alle! kein einziges portrait bekam ich.

manchmal lieb ich die kinder sehr dafür, wie sie mich lachen machen über mich. und das auch noch an so einem buddhismus-tag.

auf bild 1 bin ich beim fotografieren!











03.05.15

langtang














in langtang habe ich mal einen überaus schönen morgen mit meiner kleinen kamera verbracht. und jetzt soll das dorf futsch sein: http://blogs.agu.org/landslideblog/2015/04/29/langtang-1/. und die leute? auch wenn nur so klein auf den bildern. und nur so kurz begegnet. nicht wirklich fassbar.