27.04.10

hamburg verlassen


die wohnung ist zu 85% von meinen sachen geräumt, die offiziellen dinge sind zu 90% erledigt, die abschiede zu vielleicht 70% hinter mir - so langsam realisiere ich, dass ich überübermorgen für lange zeit fortgehe. die aufregung überfraut mich ca. alle 6 stunden, hüpft im bauch und darm herum und dann ist wieder alles so gewohnt. kaffeewasser aufsetzen, zur bücherhalle laufen, computern. meistens stehe ich neben mir und gucke mir das so an. was für ein gewohnheitsmensch ich bin und wie ich diese endlosen wiederholungen auch total gerne mag. jeden morgen 3 toast, 2 salzig, 1 nutella. jeden samstag brötchen. immer die gleichen tai chi aufwärmübungen bei gleicher musik und bei einer bestimmten lächerlichen liedstelle mich mit j. im spiegel angrinsen. monatelang. immer wieder. und mich jedesmal immer wieder darüber freuen. monatlich wandern gehen und 1 gruppenfoto machen. jahrelang. am wochenende mit h. telefonieren. ohne ist doof. vorm einschlafen lesen. muss sein.

und ich gucke, wie es mich auch immer wieder rauszieht. irgendwas anderes erleben wollen. spüren, wie es sich woanders anfühlt. ungewohntes riechen. anderen rhythmen folgen. in fremdes reingucken und darüber nachdenken. neugierig über bergpässe spähen.

geliebte gewohnheiten?


ja, die suche ich mir auch da zusammen. selbst bei kürzeren aufenthalten. und jetzt bin ich so gespannt, wie es bei einer langen zeit dort ist, wo es einerseits fremd und doch auch gewohnt ist. wo sich schon gewohnheiten entwickelt haben. wo mir vieles vertraut und trotzdem fremd ist.

als ich zuerst daran dachte, für länger nach ladakh/indien zu gehen, dachte ich, ich gehe fort. als ich dann mit meinem kollegen tundup skypte und auch noch mein guesthousevater chospel auf dem bildschirm auftauchte, dachte ich nein, ich gehe nicht fort, ich gehe hin. hin zu etwas, wo mein herz sich ähnlich heimisch fühlt wie in hh. natürlich anders, aber doch ähnlich. anziehend.

23.04.10

p.

ein weiteres bild vom 3200er-auf-800-asa-belichteten-film.

20.04.10

freilandmuseum wackershofen




durch scheiben fotografiert, die teilweise unscharf waren.

18.04.10

tiere




ich find das ja nicht so einfach, tierbilder zu machen, die mir gefallen. ich werde mal weiterüben.

17.04.10

anke

... steht auf einem balkon und raucht. nana probiert mit einem abgelaufenen t-max3200 auf 800 asa rum und ist nicht ganz so glücklich mit ihrer scannerei (vom negativ). mit dem bild an sich schon. mit anke auch. auch wenn sie raucht. ist eben anke. und anke raucht. aber nicht immer. meistens knuddelt sie leute, die sie mag. denk ich mir so. mich knuddelt sie auch. dann freu ich mich. meistens treffe ich sie montags gegen 9:30. dann saust sie mit einem staubsauger durch die gegend und hinter meinen knäckebrotkrümeln her. ich kann nicht knäckebrot essen ohne zu krümeln. und ich komm nicht an anke mit dem staubsauger vorbei, ohne geknuddelt zu werden. trotz der ganzen knäckebrotkrümel. aber die frisst dann ja auch der sauger auf. ich mag das, wenn die montagmorgende so sind.
aber das wird jetzt vorbei sein und das macht mich ein bisschen traurig.

14.04.10

aachen I





in aachen gibt es eine chocolaterie, da kann man nicht nur beste schokolade trinken und essen sondern auch feisten fetten oberleckeren kuchen. danach musste ich unbedingt verdauungsspazieren....

13.04.10

hh-trennung



jetzt, wo ich weiß, dass ich hh bald für lange verlasse, hänge ich auf einmal ganz doll an den sachen, die ich hier mag. und so war ich fr/sa/so am hafen, in der speicherstadt, fähre fahrn, auf dem fischmarkt und habe fischbrötchen gegessen und hafenluft geschnuppert und in der fischauktionshalle das tanzbein geschwungen (die band war allerdings nicht wirklich begeisternd). und dann war ich auch noch in einem indischen imbiss und da roch es so nach indien und die bollywood-musik kroch in die ohren und der wirt hatte den wunderbaren indischen akzent und dann habe ich mit den füßen gescharrt und wollte endlich los. im moment ist beides sehr stark da - das, was ich hier gerne mag und das, was ich dort gerne mag und ich fühle mich gefühlsmäßig hin und her geworfen und versuche, einfach beides zu haben. aber so einfach ist das gar nicht. weil es so weit auseinander ist. weil es so gegensätzlich ist. morgen abend geh ich wieder zum hafen. und esse vielleicht in buddhas kitchen.

12.04.10

sylvia

habe ich im internet kennengelernt und 2003 das erste mal in real getroffen. sie wohnt ganz schön weit weg von mir, aber wir haben es bisher ganz gut geschafft, die verbindung zu halten, uns immer mal wieder zu besuchen und das ist ja jetzt schon ganz schön lange! sylvia hat mich zu den spielzeugkameras gelockt und ich habe sie nach ladakh gelockt und ich glaube, es gibt noch so einiges, wohin wir uns locken können oder gemeinsam entdecken und das freut mich, dass das so ist.

11.04.10

sonntagsbilder



letzten sonntag habe ich diese bilder gemacht. diesen sonntag zeige ich sie in meinem blog. das hat rein gar nix mit dem weitsichtgebet zu tun! wirklich nicht! aber ich platze eigentlich vor neugier, was mir dieser schreiber oder schreiberin sagen wollte und warum der satz unvollendet blieb.

09.04.10

elternteile







eigentlich suchte ich bildmäßig gerade etwas anderes, blieb dann aber im ordner mit bildern meiner eltern hängen und dabei stach mir diese art serie heraus, wo nur teile oder utensilien meiner eltern drauf sind und ich das ganze dann sehr reizvoll fand. noch reizvoller, wenn niemand wüsste, wie sie aussehen und man sich dann die köpfe dazu vorstellen könnte. und dann würde ich natürlich zu gerne wissen, ob die wirklichen köpfe eine überraschung oder eine bestätigung wären. aber ich fürchte, die meisten blogleserInnen wissen, wie meine eltern aussehen ;-)

05.04.10

kleine schwester

wäre heute 43 geworden. ich denke manchmal dran, wie unser (familien)leben dann wohl verlaufen wäre. heute habe ich wieder ein bisschen mehr an sie und so gedacht. und ich denke natürlich auch darüber nach, wieviel privatheit im internet ok ist bzw. wo die grenzen weise zu setzen wären.

02.04.10

dreiländereck

belgien-niederlande-deutschland

wo mich ja im moment grenzen und länderbestimmungen und was so alles damit zu tun hat, beschäftigen, war es nicht das verkehrteste, das dreiländereck zu besuchen und da konnte ich mir noch mehr gedanken machen. z.b. wie das wohl ist, wenn man irgendwo wohnt und durch politische veränderungen mal dem einen oder dem anderen staat angehört. oder wie es überhaupt ist, so grenznah zu wohnen. ob es nun eine abgesperrte grenze ist oder eine so offene wie diese hier. aber zu mehr als einem kleinen gedankenanriss hat es bei mir nicht geführt.