27.07.10

ich winke!


weil ich morgen leh und das internet für eine woche verlasse und mit ute und beate auf homestaycumtenttrekkingtour gehe (leh-hemis schukpachen-ang-lamayuru-chilling-leh) und darauf freue ich mich total!

das winkefoto ist beim vorgestrigen riverrafting entstanden, das war sehr nass, aber auch sehr klasse. und respekteinflößend, weil, da war noch eine schwedische reisegruppe mit bei und von denen ist ein alter mann mit herzschrittmacher in den indus gefallen und beim retten hat er an unserem boot gehangen und nicht reagiert auf unsere fragen, ob er in ordnung sei, sondern hat nur so geguckt und das war schon ziemlich "unheimlich". aber am ende hat er doch wieder ganz fröhlich ausgesehen.

und danach komme ich hoffentlich endlich mal dazu, meine tolle reportage über die backstube der german bakery zu posten! hier ein kleiner vorgeschmack:



24.07.10

ausflug nach spituk

gestern nachmittag waren wir in spituk. zuerst war das wetter noch bedeckt und wir saßen oben beim kloster und guckten herunter.

dann gingen wir nach unten und trafen dabei einen mönch, der 8 kleine hunde fütterte.

und unten beim indus wurde es dann recht sonnig und wir verbrachten eine nette zeit und wanderten dann um das kloster herum und durch den einen ortsteil.





und hier haben wir dann gestoppt und auf den bus gewartet.

23.07.10

ti-sei - hauspuja

einmal im monat kommt ein mönch in das ti-sei und macht hauspuja. dafür baut er zuerst aus teig "pujacakes":

die arrangiert chospel dann auf einem tablett:

und trägt sie auf das hausdach, wo sich der gomparaum der familie befindet:

dort putzen und füllen die beiden alle schälchen und was so auf der anrichte herumsteht:


außerdem zündet chospel eine butterlampe an:

der mönch setzt sich auf den platz, um eine puja zu zelebrieren, d.h. er rezitiert einen buddhistischen text und schlägt dazu die große trommel, kleinere becken und vollführt noch andere vorgeschriebene handlungen:



zwischendurch kommt chospel und räuchert etwas herum:

am ende bedankt er sich bei dem mönch und den göttern:
und ich mich für die gelegenheit, einmal alles zu fotografieren.

21.07.10

schulen - nonnenschule tingmosgang

in tingmosgang gibt es ein nonnenkloster, das hat so viele kleine nonnen im schulalter, dass sich die einrichtung einer schule lohnt. sind zwar nur zwei klassen, aber die sitzen in den räumen und lernen sehr eifrig. allerdings waren sie über den besuch doch etwas irritiert, so dass wir uns schnell wieder auf den rückzug machten.




20.07.10

changthang-reste

habe ich fast vergessen, dass wir ja noch weiter zur erkundung im changthang herumfuhren und zwar richtung osten.

der alleröstlichste ort, wo man mit dem erweiterten neuen permit hindarf, ist lomabend, irgendwie völlig abgefahren. der checkpost davor hat lange gegrübelt, bis wir weiterdurften, ich soll die erste westlerin gewesen sein, dann hielten wir vor einer wackeligen kleinen fußgängerbrücke und dann war da dieses dorf, was so "trostlos" aussah. ich ging alleine mit nurbu und wir wollten einen tee trinken, aber es wollte uns niemand einen machen. dafür führte uns einer in ein haus, wo ein zimmer zu einem lädchen umfunktioniert war und nurbu erstand etwas schokolade und kaugummi.


danach fuhren wir wieder zurück richtung westen in die distrikthauptstadt nyoma mit einem marktplatz, wo es aber kein restaurant gab und nurbu diesmal kartoffelchips erstand. aber es gab auf einem felsen ein kloster und das war schön und beeindruckend anzuschauen.



und dann fuhren wir wieder zurück nach leh und das war es erstmal mit changthang.

mit zangmo bei der augenärztin

zangmo, diese nonne, die ich sponsore, hat ja ein weitwinkelglaukom und rechnet mit einer nahenden erblindung. bzw. sie ist auf einem auge so gut wie blind, auf dem anderen hat sie -9. sie hat sich mit dem blindwerden angefreundet bzw. sie sieht einerseits einen reiz darin (keine ablenkung), andererseits karma. ich habe mich damit nicht angefreundet und dränge sie, nochmal alle möglichkeiten zu erkunden und wie es evtl. mit operationschancen auch außerhalb indiens aussieht. vor einigen jahren war sie in einem augencenter in delhi zur untersuchung und bekam dort augentropfen, die aber für ladakhische verhältnisse (sie müssen bei gleichbleibender temperatur gelagert werden) eher unmöglich sind. so streiten wir uns also tatsächlich bei fast jedem treffen darüber. natürlich ist sie es auch leid, evtl. hoffnungen zu kriegen, mag nicht immer wegen fremder spenden dankbar sein etc. und will wissen, warum es mir so wichtig ist.

gar nicht so leicht, das alles aufzudröseln und so ganz ist es mir nicht gelungen - dafür hat die geschichte jetzt eine wendung genommen!

der schuldirektor von ihr kennt nämlich eine organisation, die immer mal wieder spezialistenärzte aus singapur nach ladakh kommen lassen, die sich schwere fälle anschauen. und so war diesmal auch eine augenärztin dabei, und er wollte, dass zangmo dahingeht. und ich wollte mit.

dieses ärzteteam war in stok stationiert und der direktor sagte, ich solle am samstag um 16:00 in der schule sein. da war aber niemand und auch wusste niemand so recht bescheid, auch zangmo nicht, die den termin nur von mir gehört hatte. sie telefonierte etwas hin und her, aber nichts war so richtig klar.


also setzten wir uns in eine ecke, tranken tee und fingen wieder an zu diskutieren. bis auf einmal jemand angesaust kam: "der direktor, der direktor!" er kam ganz alleine mit seinem auto, lud mich, zangmo, einen kleinen jungen mit einer schlimmen hautkrankheit und die schulkrankenschwester ein und wir fuhren nach stok. ich war ein bisschen von den socken. dass ein direktor von 1.400 schülerInnen so etwas macht....

jedenfalls war dann in stok in diesem ganzen ärzteteam eine nette dame aus mumbai, die schon seit 15 jahren in singapur lebte und die zangmo gründlich befragte und untersuchte:



und am ende sagte sie, sie müsse zangmos augendruck noch untersuchen, was sie aber nur in einem anderen ort könnte, weil dort die dazugehörigen geräte seien, aber sie sei sich relativ sicher, dass nicht das glaukom erste krankheitsursache/diagnose sei, sondern etwas, was man nystagmus o.ä. nennt, erkennbar an schnellen pupillenbewegungen, die sie eindeutig hat. davon gibt es wohl auch einen haufen unterschiedlicher varianten. aber sie sagt, da zangmo, seit sie 12 ist, auch keine brillenstärkenänderung hatte, diese diagnose recht wahrscheinlich sei. jedenfalls hält sie eine nahende erblindung nicht für sehr wahrscheinlich. was uns erstmal alle sehr verblüffte (auch direktor und krankenschwester wohnten der untersuchung bei). aber wir hatten alle ein sehr gutes gefühl bei der ärztin, die sich sehr viel zeit nahm, alle aspekte bedachte und viele fragen stellte. aber natürlich wollte sie erst einmal alle untersuchungen vervollständigen, bevor sie einen abschließenden ärztlichen ratschlag geben würde. leider kann ich dann nicht dabeisein, aber zangmo hat mir versprochen, mich zu informieren. ich bin jedenfalls doch sehr froh, dass ich auf diesen termin gedrängt habe. und wirklich gespannt, was dann dabei rauskommen wird.

medizin ist schon auch ein sehr faszinierendes gebiet!

19.07.10

zu besuch bei sonam nurbu

zuerst fuhren wir nicht weit mit dem auto, nämlich nur ein paar hundert meter. da war das dorf yaya, bestehend aus 7 häuschen.

die familien hatten alle viele tiere, hauptsächlich paschmina-ziegen und yaks. und alle hatten einen blick in richtung see.

und in einem dieser häuschen war unser pferdemann sonam nurbu daheim und lud uns ein.

seine eine tochter war noch da mit ihrem kleinen baby. sie hatte uns warme yakmilch gemacht, die wir mit zucker versüßten und das schmeckte ganz lecker.




mir hat es da supergut gefallen, es war so naturnah und freundlich und einfach - es hatte was von "paradies" für mich. in anführungsstrichen, weil es sicherlich nicht einfach ist und ich auch nicht wirklich so leben wollen würde. aber es hat etwas in mir angesprochen, was ich sehr mochte. wäre es nicht so teuer und kompliziert, dahinzukommen (auto und permit), wäre ich nochmal dagewesen. aber vielleicht ist es auch ganz gut, dass es nicht so einfach ist. ich war mir auch unsicher, ob ich überhaupt leuten davon erzählen und hinschicken möchte. also so, dass da wirklich tourismus einzug erhält. ich habe den pferdemann gefragt, wie er das sieht. ja, er möchte gerne mehr besucher dort haben. aber nur camper, keine guesthouses oder so.

und so verabschiedeten wir uns und machten uns auf den weg, weil ja noch mehr gebiete neuerdings für westler mit permit offen sind. und fuhren über einen pass, von wo es noch einen schönen seeblick gab.

wenn es irgendwie klappt, würde ich da jedenfalls gerne nochmal für 1-2 tage hin. und beim pferdemann wohnen. und ein bisschen mehr von deren leben kurz mitleben. da niemand von denen englisch spricht, ist das vielleicht auch erst einmal lange genug. mal sehen....

18.07.10

trekking chumathang-yayatso 8

unser abholer war schon am vorabend gekommen und fühlte sich gleich wohl mit den pferden:

aber erstmal frühstückten wir alle:


mir ist es manchmal ein rätsel, wie solche sachen funktionieren. nach unserem informationsstand hätte der fahrer erst am nächsten tag auftauchen sollen, weil wir beim loslaufen von 5 trekking-tagen ausgingen. aber irgendjemand hat wohl gewusst, dass wir schneller sind ;-)
jedenfalls haben wir dann alle zusammen alles eingepackt und auf die pferde verladen:


das auto konnte nämlich nicht ganz ran an unser camp.


wir verluden also alles in das auto, der pferdemann ließ die pferde laufen und setzte sich ebenfalls mit in das auto. und dann gab es später ein nächstes wunder für mich. wir fuhren nämlich an dem tag noch einiges hin und her und später dann wieder richtung chumathang und leh. und auf dem weg nach chumathang, neben der straße, da sahen wir die pferde alle wieder. sie hatten sich von ganz allein auf den weg in ihre heimatställe gemacht. aber woher wussten sie, wie sie gehen sollten? also dass der weg an der straße kürzer ist als die trekkingstrecke? und dass das da längs ging? weil, es gab ja viele viele möglichkeiten, die sie vom see aus hätten einschlagen können. ich bin immer noch ganz verwundert.