27.02.11

goncha in chicago

letztes jahr einige tage bevor ich mich von leh richtung delhi verabschieden wollte, bekam ich eine mail von sandra. sandra ist deutsche, lebt aber gerade in chicago, um dort an dem school of the art institute modedesign zu studieren. sie hatte für eine studienarbeit ein projekt mit dem ladakhischen traditionellen gewand für frauen, der goncha, vor und war auf der suche nach guten fotos. dabei war sie auf meine gestoßen und hatte mich angeschrieben. ich fand das ganze projekt sehr spannend und eilte gleich los, das gewand näher zu inspizieren und ihre alle erforderlichen infos zu mailen. dazu fotografierte ich die einzelteile einer goncha von meiner guesthousefrau und versuchte, die nähte, längen etc. zu beschreiben. außerdem interviewte ich diverse officedamen darüber, was frau drunter trägt (diverse schichten je nach kälte), was oma trug bevor es bh's gab (leibchen), wie unterhosen vor dem gummiband zusammengehalten wurden (kordel), wo genau die gürtelschärpe sitzt (weiter oben als man denkt), wieviele falten (viele) und stoffbahnen (weiß nicht mehr) man hat usw.

und dann legte sandra los und designte und schneiderte und nähte und das ergebnis habe ich als .pdf auf meine webseite gestellt, weil ich es mal so einen ganz anderen zugang zu einer kultur finde und nicht nur interessant, sondern auch hübsch. tundup hat es mit "very nice" kommentiert. ob jetzt die goncha einzug in die internationale fashion-welt hält?

hier ist der link zu meiner webseite (unten auf "weiter" klicken).

und das hier ist sandras webseite: www.2andra.com

photo: sandra werner

25.02.11

besuchen

ich bin gerade zu besuch bei uschi in oldenburg. ihr freund war auch zu besuch da. uschi hatte mich in ladakh besucht, ist aber wegen der flutkatastrophe eher heim. deswegen besuche ich sie hier nochmal etwas ausführlicher. in ladakh hatte ich in ang eine familie besucht, um ihnen photos zu bringen. die tochter mit dem baby hatte ich vorher noch nicht getroffen. jetzt muss/will ich sie dieses jahr wieder besuchen und neue photos bringen. und in daspan/rajasthan besuchte ich eine töpferfamilie um zu gucken, wie der mann töpfert. da war es etwas kühl. deswegen sind die kinder ein bisschen eingemummelt. in oldenburg ist es auch kühl. aber es gibt hier heizungen. wunderbar. dann kann man auch eis essen ohne dass man zu einem eisklumpen erstarrt.











(irene, wenn du das hier liest: das in ladakh ist die homestayfamilie, wo ich dich unterbringen möchte!)

24.02.11

statuenspende II

nachdem der statue die augenbinde abgenommen war, wurden die anwesenden gesegnet und es gab eine feuerzeremonie, man betete vor der statue und legte ihr noch einige opfergaben dazu. hinterher hatte das spenderpaar die ganze nachbarschaft zu einem mittagessen eingeladen und ich weiß gar nicht, warum ich davon kein einziges foto gemacht hatte. wahrscheinlich wegen stetigem gekaue und zwischendrin smalltalk (und fettfingern).








23.02.11

statuenspende I

zwischen rajasthan und rajasthan war ich einige tage in delhi und wohnte in einem anderen teil dwarkas bei dem bruder von prashant, meinem reiseagenturkollegen aus goa. dort gibt es auf dem gelände einen kleinen tempel direkt hinter dem appartement. den einen tag wuselten dort lauter feierliche leute rum und ein priester organisierte vorbereitungen und dann wurde ich augenzeugin einer statueneinweihung oder wie man das nennt. ein ehepaar (letztes bild) hatte wohl irgendetwas von den göttern erbeten, was eingetroffen war oder war zu geld gekommen, hatte jedenfalls einen anlass, eine statue für den tempel zu spenden.

diese statue wurde nun unter zeremonien zu ihrem platz gebracht, d.h. sie fuhr mit verbundenen augen in einem auto während sie von musizierenden und tanzenden damen und herren begleitet wurde. vor ort wurde diese statue in die vorbereitete nische gestellt und ihr der augenverband abgenommen - sozusagen die geburt dieser statue.






22.02.11

lam-chil-7-ende

am pass (dundunchen-la, 4.800 oder 4.900 m) wurde unsere gebetsfähnchenkette aufgehängt, wir trafen diverse mitwandernde kollegInnen, die wir so langsam "kannten", und dann ging es auch schon schwuppdiwupp mind. 1.500 höhenmeter wieder runter, unser eiliger eselsmann kam uns mit leeren glücklichen eseln entgegen, wir verabschiedeten uns und fuhren nach leh. und in der übernächsten nacht war dann auch schon die flutkatastrophe. da hatten wir doch noch gutes glück gehabt.









21.02.11

lam-chil-6

als wir am nächsten morgen aufwachten, haben wir groß geguckt, weil alles ganz anders aussah als vorher, nämlich nass. es regnete und regnet und die ganzen begleiter rannten rum und brachten sachen ins trockene und dachten nach, was jetzt zu tun sei. erstmal frühstücken. und dann brachen wir doch auf, alle relativ dicht beisammen, um uns gegenseitig zu retten. die größte sorge war ein fluss in einer schmalen art schlucht vor chilling, wenn der ordentlich anschwillt, dann gibt es ein problem. wir stapften also bergan und irgendwann wurde der regen weniger. die bergwelt fand ich trotz allem ganz schön schön. vielleicht auch, weil ich sowas in ladakh eher selten habe.











20.02.11

lam-chil-5

in sumdo gibt es einen klosterraum mit einer padmasambhava-statue drin, aber keinen mönch. den schlüssel hat die familie im haus nebenan. außerdem gibt es bei einem anderen haus einige von diesen holzbuddhas.

und dann wanderten wir los mit blick auf sumdo über einen kleinen pass und hin zu einem camping im grünen mit ausblick. soviel grün hat es da sonst nie gegeben, es war eines der regenreichsten jahre in den letzten jahrzehnten.






und heute bin ich mit meiner hiesigen wandergruppe um den lütjensee gewandert. war ein bisschen anders.

19.02.11

lam-chil-4

wir hockten noch ein weilchen auf dem pass herum, beguckten uns andere leute und wanderten dann nach unten. dabei trafen wir einige edelweiß, einige zu über- und durchquerende flüsse, tolle landschaftsaussichten und kamen am ende in sumdo an. wenn man von sumdo zur straße möchte, um nach leh oder so zu fahren, muss man immer über einen pass rüber, egal welche richtung man anpeilt. solch abgeschiedenes wohnen beeindruckt mich dann doch immer wieder neu.