30.11.11

ladakh - nostalgia... 2004 - sw

in 2004 ist der anteil der schwarzweiß-bilder sehr deutlich zurückgegangen. dafür war ich das erste und leider bisher einzige mal in spiti. es hatte mich nicht sooo vom hocker gerissen, aber eigentlich würde ich trotzdem gerne nochmal hin. außerdem konnte ich nicht die ganze runde fahren, weil es heftige erdrutsche gab. d.h. wir fuhren über manali und den kunzum-pass rein, bis taboo und den gleichen weg wieder raus. es fällt mir immer noch schwer zu benennen, was es war, irgendein bedrücktes gefühl. als wir dann auf dem weg nach ladakh waren, merkte ich, wie mein herz wieder weiter wurde. ich würde gerne wissen, ob das wieder so wäre, wenn ich ein 2. mal kommen würde. ich habe damit noch nicht abgeschlossen.







die oberen 4 bilder sind aus taboo/spiti, die unteren 4 aus ladakh.

29.11.11

wanderung mit kuss

letzten freitag war wieder wandertag. nur was kürzeres, weil ich ahnte, dass sich arbeit auf dem laptop anbahnte. von eze-bord-de-mer geht man steil nach eze-village hoch, kann da teuren kaffee trinken (3,50 war standard, da war ich froh um 2,50 in einer kleinen bäckerei), sich wundern, was für plätze sich leute für heftigste knutscherei aussuchen und dann weitergehen auf den mont bastide (560 m), den man ganz für sich alleine hat mit phantastischstem ausblick.





dieser fladen im meer, das ist cap ferrat, wo ich die zweite wanderung herum gemacht hatte.

und dann springt man wieder hinunter, um mit dem bus zurückzufahren.

28.11.11

ladakh - nostalgia... 2003-3

noch ein bisschen was in farbe









mir fällt zu diesen gar nicht so recht was ein. außer dass das unterste in meinem laptop unter der bezeichnung "tobende hormone" lagert und ich null ahnung habe, was mich dazu veranlasste, es so zu nennen.

27.11.11

soziales leben und kuchen

meine eltern haben dieses anwesen in menton seit 1994 glaube ich. sie sprechen kein französisch. aber es gibt viele deutschsprachige menschen, die hier auch zeitweilig kürzer oder länger wohnen. und davon trafen sich einige bei einem deutschen gesprächskreis, wo meine eltern hingingen und lauter bekanntschaften machten und pflegten.

seit 2 wochen weilt mein vater auch hier, werkelt auf dem anwesen rum und dann kam es auch des öfteren zu treffen mit den bekanntschaften, zu denen ich mitging.











diese leute und ihr leben - wenn ich so dabeisitze, ich muss gestehen, dass es mir manchmal genauso fremd vorkommt wie indien.

26.11.11

ladakh - nostalgia... 2002 - indien <-> pakistan

in meinen erinnerungen bin ich doch nochmal in 2002 angelangt. in dem jahr haben sich indien und pakistan mächtigst bedroht, in den zeitungen wurden szenarien entworfen, ob eine atombombe delhi erreichen würde und was dann sei. das auswärtige amt warnte dringendst vor reisen insbesondere in den nordwesten. ich rief dort an und hatte einen aufgeregten mitarbeiter an der anderen leitung: "das ist ein pulverfass, die region! das ist hochexplosiv! bald geht da alles hoch!" genaueres scheute er sich mitzuteilen. staatsgeheimnisse.

ich musste meine geplante gruppenreise offiziell absagen, aber privat fuhr ich dann doch mit 3 tapferen leuten, die das ganze eher als drohgebärden interpretierten. wir fuhren über land und es war fast gespenstisch. wie touristenausgestorben. niemand da. außer israelis. in deren eigenen land schien es ihnen nicht ungefährlicher zu sein als hier.

hier ist ein artikel von damals, echt interessant: http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Indien/chossudovsky.html









damals begriff ich, welche weitreichenden formen ein ausbleiben des tourismus in ladakh hatte. also dadurch, dass nicht nur das geld den direkt profitierenden fehlte, sondern auch denen, von denen die direkten etwas erwarben und dann aus geldmangel nicht konnten.

25.11.11

ladakh - nostalgia... 2003-2

2003 kam dann zu schwarzweiß auch langsam wieder farbe in meine fotografie und in ladakh kam das changthang als bisher unbekanntes gebiet dazu. und ach ja, tundup auch! ich hatte vorher mit jemanden anderen zusammen gearbeitet und war nicht mehr so richtig zufrieden und tundup schien mir vielversprechend zu sein. auch wenn es mies war, mich von dem anderen zu trennen (was das für ihn bedeutete, merkte ich auch erst später u.a. als mich in zanskar mal einer fragte: ach, du bist die, die sich damals von t. geschäftlich getrennt hatte? es hatte richtig die runde durch ladakh gemacht und haftete ihm wohl irgendwie an, dass er der war, von dem sich eine deutsche reiseveranstalterin getrennt hatte. dabei war es ein echt netter kerl. nur ein bisschen unorganisiert.), bin ich heute noch froh über den wechsel.

also tundup organisierte zum test einen trek für mich und freundin elvira, vom tsomoriri zum tsokar-see. erstmal dieser see! ich war überwältigt! da war eine schulklasse zum ausflug, die dort herumtanzte und sang. sowas schönes!







und dann gingen wir auf den trek. ich war noch nicht so super akklimatisiert und der aufstieg zum ersten pass, fast 1.000 höhenmeter und richtig strecke hat mich total geschafft. elvira hat mir immer meine energiepunkte an den knien massiert (sie war schon länger da und fitter), aber mensch, das war ein kampf!
und oben ist dann immer wie nix gewesen und ich bin superglücklich.
unsere pferdejungs:
und ich war sooooo verliebt! in diese landschaft. die höhe. die weite. die leere.



unser guide war sonam gombo aus einem dorf zwischen upshi und tsomoriri. ärmliche familienverhältnisse, aber er schlug sich tapfer durch. konnte sich nicht so viel bilden, wie er gerne hätte, sondern musste geld ranschaffen. ich hatte ihn danach nie wieder gesehen.

bis 2010 - da klopfte er mir während eines treks auf einmal auf die schulter. er führte gerade 3 franzosen. er ist immer noch ein lieber fleißiger kerl, der allerdings ein bisschen zusehen muss mit dem geld und am liebsten als guidecumkoch (er kocht wirklich lecker!) arbeitet, weil das mehr bringt. tundup gibt allerdings am liebsten immer 2 personen dafür mit, deswegen beschäftigen wir ihn leider nicht so oft. außer mal für einzelkundschaft. er hat 2 söhne, der eine geht ins internat der druk padma karpo schule in shey, die ich ja für die beste halte. der andere ist noch zu klein.
vielleicht krieg ich ihn ja nochmal für einen explorertrek. er hat übrigens auch ungefähr meine größe. süß ;-)