31.05.13

ladakh anfang mai





anfang mai ist es noch ein bisschen kahl in ladakh. aber die bäume haben knospen und die obstbäume blühen. die leute bestellen ihre felder, es ist so eine schöne aufwachstimmung. nur manchmal wölkt es sich wieder ein, dann verkriecht man sich nach drinnen, sucht die daunenjacke und freut sich über jede wärmequelle.

ich hatte ein kleingrüppchen, mit welchem ich eine woche durch die gegend streifte. dabei habe ich sogar einiges neues kennengelernt, das war fein. und ich habe ihnen einiges gezeigt, was ihnen gefiel. das war auch fein.

so nach der winterreise wieder dort zu sein war schön komisch, weil es so "dazwischen" ist. im winter hatten mich die kargen farben begeistert, jetzt loderte nur noch manchmal freude darüber auf. es war an der zeit, dass der frühling sich verbreitete.

30.05.13

dwarka-zwischenstopp







von kolkata flog ich also nach delhi, wo ich 1 tag in dwarka verbrachte bevor ich nach leh flog. taschen umpacken, medikamente auffüllen, eis essen, mit lobzang und spalgon erzählen und ein paar bilder machen. und natürlich schwitzen. und schwupps stand ich frühmorgens um 4 schon wieder auf der straße und wartete auf das auto zum flughafen. da gab das mücken! unglaublich! keine ahnung, wo die herkamen, in der wohnung waren die nicht. aber mit stehen und warten war das nix mehr, rumhüpfen und rumfuchteln war angesagt. und dann fand der fahrer uns zuerst nicht. ich fuhr mit thinles, einem studentenguide, der was für overland transportieren sollte. der flieger hatte massig verspätung und auf dem flug war ich nicht sehr froh. das flugzeug sackte manchmal so komisch und doll, dass viele passagiere laut schrien und kreischten. ich war stumm vor angst und litt. erst als ich aus dem flugzeug wieder rauskrabbelte, war ich froh.

23.05.13

kolkata - besichtigungstour

ich schlief eine nacht im zug und schwups war ich am morgen in kolkata und machte große augen. und verlor einige schweißperlen. es war heiß. sehr heiß. aber ich war sehr angetan - kolkata ist die erste und somit auch bisher einzige indische großstadt, die mir richtig gefällt. einen anteil daran hatte wahrscheinlich auch poppy. poppy war am 2. tag meine führerin und hat mir so einiges gezeigt. lauter überraschungen. ich muss gestehen, dass ich mich eher nicht vorbereitet hatte und auch fast nichts wusste. und so konnte sie mich hinschleppen, wo sie wollte. 

zuerst dachte ich, ich müsste auch pflichtprogramm machen und habe mir mutter theresas grabmal und museum angeschaut. das museum fand ich dann doch ziemlich komisch, weil sie wirklich alles ausgestellt hatten, was sie am ende besessen hatte - wie ihre zahnbürste, ihr taschentuch, ihre vielfach geflickte strickjacke usw. da hatte man schon den eindruck, dass sie die sachen wirklich bis zum bitteren ende genutzt hatte. ich werfe meine zahnbürsten schon in besserem zustand fort.

hier ist poppy (die nicht so gerne fotografiert wird) in einem jain-tempel, der so ganz anders aussah als die, die ich aus rajasthan kenne. so eine pracht!


und dann waren wir in der kirche, wo ich ja eigentlich sehr ungerne hingehe. aber es gab einen organisten, der hat sogar mich mit seinem orgelspiel umgehauen. aber es war auch komisch, da noch ein armenier da war, der sehr dramatisch und emotionale worte von sich gab und von geheimnissen erzählte, historischen. ich habe fast nix begriffen, aber es war unterhaltsam. das gab damals so einige armenier in kolkata und auch jetzt noch. wieso gerade armenier? wussten sie nicht so genau und wollte ich auch immer nochmal nachforschen....



dann waren wir am fluss und da war gleich der blumenmarkt nebenan und der war so speziell, der kriegt einen eigenen blogeintrag.


und dann musste ich noch sandish-süßigkeiten probieren. da gab es im internet unglaubliche schwärmereien drüber. poppy wollte sich darüber kaputtlachen, dass ich das unbedingt probieren wollte. sie schmeckten tatsächlich etwas anders als die gleich aussehenden teile woanders in indien, da sie mit käseartigem zeugs statt milch zubereitet werden. ich mag das auch, aber ich brach nicht so ganz in verzückung aus. vielleicht auch, weil meine energie am ende war. 40° sind anstrengend. und im victoria memorial waren wir ja auch noch.


und im marble house! da war ich allerdings verzückt! durfte allerdings keine fotos machen. was für eine pracht! ganz anders als der jain-tempel. muss man sich anschauen! auch die vogelsammlung, die sich die hausherrin zulegte, als ihr mann so oft unterwegs war und sie es zu leise in ihrem großen haus fand.

bin bis montag abend unterwegs. trekking und so ;-)

22.05.13

tee in makaibari

die teeplantage von makaibari existiert seit 1857 und ist die 2. teeplantage in der darjeeling-gegend überhaupt. sie ist eine der wenigen, die immer in indischer hand blieb. 1990 wurde sie auf antroprosophisch-bio-dynamisch umgestellt.

die plantage ist 750 ha groß und stellt ca. 70.000 kg tee pro jahr her. dabei werden 6 verschiedene tee-varianten produziert. 700 menschen sind auf makaibari beschäftigt: pflückerinnen, fabrik, ranger, zimmerleute, manager, aufseher und büroleute. die pflückerinnen bekommen nur 90 rs/tag, haben aber sehr viele weitere vergünstigungen, so dass es für sie offensichtlich ok ist.

im april ist nicht viel tee zu pflücken, da ist die fabrik auch nur frühmorgens für kurze zeit in betrieb. etwas länger dauert dann das aussortieren der rückstände, da waren die frauen (und 1 mann) noch mit beschäftigt.

ich finde einen aufenthalt auf jeden fall lohnenswert und es ist sicherlich noch viel mehr zu entdecken, wenn man nicht so schlappi ist, wie ich die zeit. nachmittags machte ich mich dann auf den weiterweg zum nachtzug in new jalpaiguri, der mich nach kolkata bringen sollte.








21.05.13

homestay in makaibari

in kurseong war ich aus der toytrain ausgestiegen, weil ich nach makaibari wollte. das ist da sozusagen um die ecke. makaibari ist eine teeplantage, die nach antroprosophischen grundsätzen aufgebaut ist und so ökologischen tee herstellt, dass er sogar demeter-kriterien erfüllt und u.a. dorthin geliefert wird. ich hatte die plantage 2000 schon mal besichtigt und ein ungemein interessantes gespräch mit dem besitzer. als vor einiger zeit reisende in die gegend wollten, wollte ich sie auch makaibari besichtigen lassen, guckte da mal im internet nach und stellte fest, dass es dort auch homestays gibt. fand ich prima. und wollte ich dann unbedingt selber gucken.

allerdings war ich von dem ganzen regen ein bisschen kränklich geworden und habe den nachmittag mehr oder weniger im bett verbracht. es war aber auch so einladend! so sauber und gemütlich und warm. ich wohnte bei hema und robin und lustigerweise fand ich in derem gästebuch einen eintrag von meinen reisenden. dabei gibt es dort ca. 22 homestayfamilien. man bekommt so viele tassen makaibari-darjeeling-tee wie man möchte und wohnt eben bei einer familie. alle familien sind seit generationen bei der plantage beschäftigt mit diversen tätigkeiten. der mann dieser familie ist förster bei makaibari die frau arbeitet allerdings woanders, in einem gesundheitsprojekt in einem nebendorf. die großmutter von dem mann war die nanny von dem jetzigen plantagenbesitzer. mit dem homestay hat man ein zusätzliches einkommen. 70% gehen an die familie, 20% in einen gemeinschaftstopf und 10% in ein büro, welches sich um die verwaltung kümmert, die gäste empfängt, sie rumführt etc. die vermietung erfolgt nach dem rotationsprinzip. 2005 haben sie damit angefangen und es läuft prima.

mir tat das alles sehr gut und am nächsten tag war ich wieder fitter und konnte die teepflückerinnen angucken. das kommt morgen im blog ;-)








20.05.13

toytrain

in darjeeling gibt es diese berühmte toytrain, mit der man im bummelzugtempo bis ganz in die ebene nach siliguri fahren kann. ich bin aber nur bis kurseong mitgefahren. es gab 1 lok und 2 waggons, davon 1 billigklasse und eine etwas höhere. ich hatte die höhere gebucht. platz für mein gepäck gab es trotzdem nicht wirklich. in dem zug sitzen hauptsächlich urlaubende, für die die fahrt teil des besichtigungsprogramms ist. man sitzt da also drin, fährt im schritttempo neben der straße her, quert sie manchmal, die autos überholen einen, manche häuser sind in greifbarer nähe und manchmal gab es einen halt an einem bahnhof. viel mehr fällt mir dazu gar nicht ein, es war gemütlich und unaufregend.