27.08.14

ich....





... gehe morgen auf längere trekkingtour. ist tatsächlich meine erste und wohl einzige dieses jahr. ich bin gespannt! und falls jemand vergessen hat, wie ich aussehe (bin ja schon 3 monate fort aus deutschland...), gibt es hier ein paar bilder, wo ich drauf bin. die von den pässen sind bei tagestouren entstanden. bis später dann ;-)

25.08.14

aufenthalt in ang

in dem dörfchen ang verbrachte ich mit der frauengruppe einen nachmittag, eine nacht und einen morgen. wir machten einen durfrundgang mit den mädels vom homestay und schauten, wie sie am nächsten tag schulfein gemacht wurden. ich mag so zeiten in den dörfern.














21.08.14

nonnen in der schule



im nonnenkloster tingmosgang gibt es auch eine kleine angeschlossene schule, die dem central institue für buddhist studies in choglamsar zugehörig ist. die kleinen nonnen können da eine ganz normale schulbildung erhalten.

die nonnen, die uns die buddh. unterweisungen gaben, gehen selber auf die lamdon-schule, eine privatschule in leh. wir sprachen über kommunikation usw. und die eine nonne brachte ein beispiel, was sie sehr gestresst hätte. es ist nicht-ordensleuten nicht gestattet, sich nonnen in größeren körperlichen vertraulichkeiten zu nähern. nun hatte sie aber eine schulkameradin, die alle und jeden und auch die nonne immer furchtbar gerne umarmte, im unterricht gerne umarmt dasass und wenn ihr dort schläfrig wurde, sie auch noch den kopf auf die schulter der nonne legte. die nonne wies sie öfters zurecht, sagte, dass es nicht recht sei und sie es auch nicht haben möge. keine chance - schwupps hatte sie schon wieder einen umschlingenden arm um sich herum.

und wie hast du dann das problem gelöst????

die umarmerin wurde von ihren eltern auf eine schule nach delhi geschickt....

20.08.14

2 kleine schnipsel zum thema....


das thema vergewaltigung in indien taucht weiterhin in den medien - westlichen und indischen - auf und auch ladakh ist nicht davon verschont. "jetzt kommt ans tageslicht, was schon seit langen langen zeiten passierte, wo aber nie drüber gesprochen wurde. erst recht nicht öffentlich." und so sind dann zaghaft berichte wie dieser zu finden:
http://reachladakh.com/japanese-women-raped-near-likir-one-local-arrested/2512.html
nachdem früher im jahr die vergewaltigung eines onkels an seiner nichte publik wurde.
(kleine nebenanmerkung: mich frappiert ja immer wieder, dass in indien volle namen etc. genannt werden dürfen, wenn es noch keine verurteilung gab - und diese hatte noch den nebeneffekt, dass es tatsächlich einen weiteren herrn mit diesem namen, spitznamen und automarke gibt, der über nachträgliche verwechslungen nicht sehr erfreut war)

und zum unabhängigkeitstag sprach der von mir bis dato überhaupt nicht geschätzte neue primeminister zum volke: http://www.tagesschau.de/ausland/modi-gewalt-101.html
und ich musste zugeben, dass ich mit seinen worten sehr einverstanden war und hoffe, dass dadurch mal wirklich mehr aufmerksamkeit auf die täterseite gelegt wird. wenn das schon der premier sagt!


19.08.14

schmeißfliegengeschichte






bei buddhistischen belehrungen bekommt man manchmal interessante geschichten zu hören. eine war als beispiel gedacht, wie man es durch mehrere reinkarnationen zur erleuchtung schaffen kann. in dem leben, in welchem man erleuchtung erlangen möchte, nützt es nix, wenn man da eifrig bemüht ist und alles richtig macht, man hat keine chance, wenn man nicht auch schon in vorigen leben irgendwas für seine verdienste getan hat. es gab da mal einen mann, der hatte keinen tollen lebenswandel gehabt, aber irgendwann läuterte er und hatte den ganz festen vorsatz, es zur erleuchtung zu bringen. er ging zu einem hohen lama und fragte, ob er es wohl schaffen würde. dieser schaute in seine vergangenheit der vorigen und vorigen und vorigen leben und ach je, da war nix. nur immer mist gebaut. außer ja, da hinten, da entdeckte der hohe lama doch noch einen hoffnungsschimmer. und genau der reichte aus, um ihm die frohe kunde zu überbringen, dass er es schaffen könnte mit der erleuchtung. vor vielen vielen leben war er nämlich mal eine schmeißfliege gewesen, die auf einem ollen kuhfladen lebte, der sich just neben einer stupa befand. und ganz unbewusst hat diese schmeißfliege in ihrem kurzen schmeißfliegenleben viele viele male die stupa fliegend umrundet. immer im uhrzeigersinn. und somit eifrig verdienste auf ihrem karmakonto angesammelt. die jetzt der späteren inkarnation zugute kommen kamen. was für ein glück!

18.08.14

nonnenkloster hemis schukpachen







als die nonne kind war, war sie noch keine nonne. damals gab es keine schule in dem großen dorf hemis schukpachen. aber es gab jemanden, der die kinder in bodhic unterrichtete, der tibetischen schrift. die kann sie lesen. als sie älter wurde, entschied sie sich nonne zu werden. es gab damals kein nonnenkloster in hemis schukpachen und so blieb sie daheim bei ihrer familie. es gab noch weitere mädchen bzw. junge frauen im dorf, die sich für diesen weg entschieden. sie arbeiteten auf dem feld und im haus und studierten für sich die buddhistischen texte in der tibetischen schrift. vor 15 jahren endlich verfügte ein rinpoche, dass sie ein eigenes heim bekommen sollten zum zusammenleben. und das wäldchen und etwas weiteres land drumherum, um für sich zu wirtschaften. da waren sie 7 nonnen. jetzt sind sie nur noch 3 oder 4. die anderen sind schon gestorben. die erträge sind nicht so reichlich, sie bekommen noch etwas von den familien und dorfbewohnerInnen und den netten touristInnen. da kommen nicht so viele. sie haben glück gehabt, sie haben mit krankheiten keine schlimmen probleme. als der dalai lama zum kalachakra kam sind sie natürlich hingefahren. das war schön.

13.08.14

die höhenkrankheit




ich habe mich immer darüber gefreut, dass ich so wenige bzw. nur 1 person, bei der der fall auch nicht eindeutig schlimm war, im krankenhaus hatte wegen höhenkrankheit. und auch sonst keine höhendramen. diesmal ist meine statistik durcheinander geraten, da eine bereits kurz nach der landung auf dem flughafen mit höhensymptomen anfing und dann nach dem mittag auch ins krankenhaus musste. so insgesamt hat sich das auch nie gelegt und sie hat 2 wochen lang gelitten und höhenmedikamente genommen. danach ging es. nachdem eine andere freundin zwar nicht im krankenhaus war, aber auch permamnent sehr litt bin ich geneigt zu denken, dass es so etwas wie "höhenuntauglichkeit" gibt. blöd sowas. auch weil man es vorher nicht herausfinden kann.

gestern fragte ich tundup, wieviele touris eigentlich dieses jahr schon gestorben seien. 3-4 vielleicht? der vom raften und mindestens 2 am pangong-see an höhenkrankheit. das finde ich ganz schön bedenklich. und auch, dass es nicht mehr kommuniziert wird. auf jeden fall bestärkt es mich, die tourpläne weiterhin höhenvorsichtig zu gestalten. und im zweifelsfall abzusagen, wenn jemand auf meiner meinung nach auf unvorsichtige planung besteht.

ich fahr jetzt einige tage auf die dörfer mit einer freundin. tagestouren und anderes recherchieren. spätestens sonntag bin ich wieder da ;-)

12.08.14

nonnen und ein kleiner mönch in thikse

in thikse waren wir auch. da fand gerade eine große veranstaltung mit berühmtem rinpoche statt und die ganzen nyerma-nonnen waren tagtäglich da. sie hockten mit den ganzen großen und kleinen mönchen stundenlang im versammlungsraum. außer ein kleiner mönch, der war draußen und machte quatsch. turnte auf den brüstungen herum und hopste über die mauern. unsere nonnen versuchten etwas erziehend auf ihn einzuwirken, konnten ihn aber nicht wirklich bändigen und mussten oft dabei lachen.











eine teilnehmerin schüttelte den kopf und verlangte brummelnd mehr konsequenz. mir scheint, ladakhis haben prinzipiell eine andere einstellung. sehen solche gehorchlosen nervereien als phasen an, die man begleiten, aber nicht stoppen kann. das kann nur die zeit. irgendwann wird es zuende sein und er wird sich ändern. also natürlich nicht alle und immer, aber so tendentiell. und mir scheint, dass das leben ihnen recht gibt. jedenfalls habe ich es schon öfters beobachtet. wie aus rabauken und querulanten vernünftige zuvorkommende geschöpfe wurden. quasi von allein.

11.08.14

unterwegs mit nonnen

so, ein sprung nach ladakh. da hatte ich 2,5 wochen eine frauenreise. im ersten teil hatten wir buddhismusunterricht bei nonnen, die uns dann auch täglich zu klöstern begleiteten. der eine ausflug ging nach stakna und matho. und hier sind die nonnen zu sehen. für sie waren die klöster genauso neu wie für uns. sie stammen beide aus der changthang-gegend, sind 19 jahre alt, seit ihrer kindheit nonnen und gehen noch zur schule (12. klasse lamdon school). sie wohnen im hauptquartier der ladakhs nuns association und haben neben schule, schulaufgaben, buddhismusunterricht, gemeinschaftsaufgaben, puja usw. überhaupt keine zeit, mal was anderes zu machen. von daher waren sie ganz angetan, für diese aufgabe ausgewählt worden zu sein und sich auch mal die klöster anzuschauen.